Product Discovery Masterclass: Inhouse-Training für Produktteams

In dieser Masterclass lernt dein Team, wie es von einer unscharfen Idee oder einem vagen Auftrag zu einer validierten Lösung kommt – systematisch, schnell und ohne Dogma. Alle vier Bereiche der Product Discovery in einem Training: Produktstrategie und Mandat, Research und Insights, Ideation und Bewertung, Experimente und Validierung. Inklusive des Einsatzes von KI auf dem ganzen Weg.

Die Masterclass gibt es ausschließlich als Inhouse-Training. Jede Durchführung ist auf dein Team, dein Produkt und deinen Kontext zugeschnitten – für Product Manager, Product Owner, Designer, Researcher, Entwickler und Product Leader. Vor Ort bei euch im Unternehmen – z. B. in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Köln, Wien oder Zürich – oder remote, auf Deutsch oder Englisch.

Was ist Product Discovery?

productable Product Discovery Master Class

Produktentwicklung bedeutet, Entscheidungen auf einem unsicheren Weg zu treffen. Product Discovery macht das systematisch: Sie identifiziert die Zielgruppen, auf die es wirklich ankommt – Kunden und interne oder externe Nutzer, aber auch Käufer, Influencer, Betreiber und Admins, Stakeholder und Partner –, versteht ihren Kontext und ihre Bedürfnisse und übersetzt sie in wertstiftende Lösungen, die einen messbaren Business Impact erzielen. Lösungen, die technisch umsetzbar, wirtschaftlich tragfähig und für dein Unternehmen strategisch passend sind.

Das heißt, jede Lösung muss gleichzeitig in vier Dimensionen bestehen: Ist sie attraktiv für die Beteiligten? Ist sie wirtschaftlich tragfähig? Ist sie machbar – technisch, organisatorisch, rechtlich? Und passt sie zur Strategie des Unternehmens? Ein Produkt, das für Nutzer attraktiv ist, aber nicht zur Strategie passt, wird früher oder später den Kampf um Ressourcen verlieren. Ein Produkt, das zur Strategie passt, das aber niemand will, kommt gar nicht erst so weit. Die Schnittmenge zu treffen ist alles andere als trivial.

Product Discovery ist keine Projektphase, die mit einem Konzept endet. Sie ist ein zyklischer, lernorientierter Prozess: Annahmen werden explizit gemacht, getestet und im Zweifel verworfen. Delivery hingegen baut und betreibt, was validiert wurde. Beide sind untrennbar miteinander verbunden, aber grundlegend verschiedene Aufgaben – Discovery beschäftigt sich mit Unsicherheit, Delivery mit Planbarkeit. Teams, die beides nicht zumindest gedanklich trennen, landen fast automatisch bei einem reinen Delivery-Fokus.

Warum Product Discovery wichtiger ist denn je

Mit KI entsteht ein klickbarer Prototyp in wenigen Stunden, und selbst komplexe Funktionen lassen sich deutlich schneller bauen als früher. Bauen ist billig geworden. Die Entscheidung, was gebaut werden soll, nicht.

Die Folge: Die Zahl der Optionen wächst schneller als die Fähigkeit der Teams, sie zu bewerten. Wettbewerber können Features innerhalb weniger Wochen kopieren. Und das Risiko verschiebt sich davon, Dinge falsch zu bauen, hin dazu, sehr effizient viele falsche Dinge zu bauen. Der eigentliche Wettbewerbsvorteil ist nicht mehr die Entwicklungsgeschwindigkeit, sondern die Lerngeschwindigkeit: schneller als andere herauszufinden, welche Optionen Wert schaffen – und welche nicht.

Genau das trainiert diese Masterclass. KI ist dabei durchgehend Teil davon – als Werkzeug, das Research, Ideation und Prototyping schneller macht. Aber nicht als Ersatz für ein klares Mandat, echte Gespräche mit Zielgruppen und eine bewusste Entscheidung.

Was dein Team lernt

Die Masterclass deckt die vier Bereiche ab, in denen jede Product Discovery Antworten finden muss: Warum machen wir das? Wer ist beteiligt und was brauchen diese Menschen wirklich? Was ist die beste Lösung? Und schafft sie tatsächlich Wert? Dein Team lernt die Tools für jeden Bereich – UND wann welches davon zum Einsatz kommt.

1. Produktstrategie und Mandat

Ohne klares Mandat verliert sich selbst das beste Team in den zahlreichen, vermeintlich attraktiven Optionen. Der schwerwiegendste Fehler in der Product Discovery ist, ohne Mandat zu starten. Dein Team lernt, wie es Produktvision und Strategie mit einem konkreten Mandat verbindet, das Richtung gibt und gleichzeitig Raum für Autonomie lässt – und wie es die Stakeholder dahinter versammelt.

  • Produktvision, strategische Ziele und messbare Outcomes
  • Mandatsklärung mit der Auftragsklärung: Kontext, Ziel, strategisches Ziel, Kernaufgaben, Nebenbedingungen
  • Unterscheidung zwischen Optimierung des Kerngeschäfts, Erweiterung und neuen Geschäftsfeldern
  • Briefing und Backbriefing mit Stakeholdern und Management

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2. Research und Insights

Ein Produkt hat selten nur eine Zielgruppe – und alle verhalten sich anders als erwartet. Dein Team lernt herauszufinden, wer wirklich zählt, mit diesen Menschen auf die richtige Weise zu sprechen und das Gehörte in Erkenntnisse zu übersetzen, die Entscheidungen tragen können. Auf Basis von Evidenz und Empathie, nicht von Meinungen im Meetingraum.

  • Identifikation und Priorisierung von Zielgruppen: Nutzer, Käufer, Influencer, Admins, Partner, Stakeholder
  • Planung und Durchführung qualitativer Interviews und Beobachtungen – wo möglich inklusive Live-Interviews während des Trainings
  • Einsatz von Umfragen und Nutzungsdaten, um das Gelernte zu quantifizieren
  • Synthese der Ergebnisse zu Bedürfnissen, Pain Points, Jobs-to-be-Done und Chancen

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3. Ideation und Bewertung

Den meisten Teams fehlt es nicht an Ideen. Ihnen fehlt der Fokus. Ohne klar formulierte Challenge passt fast jede Idee irgendwie in den Problemraum – und im Zweifel gewinnt die Idee der ranghöchsten Person im Raum. Dein Team lernt, zuerst die Challenge zu formulieren, dann in kurzer Zeit viele Optionen zu entwickeln und diejenigen auszuwählen, auf die es wirklich ankommt.

  • Formulierung fokussierter Ideation Challenges aus Mandat und Erkenntnissen
  • Design Studio und andere kollaborative Ideation-Methoden
  • Bewertung und Auswahl von Ideen anhand klarer Kriterien
  • Voreingenommenheit und bereits favorisierte Ideen transparent machen

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4. Experimente und Validierung

Keine Idee ist auf Anhieb erfolgreich. Dein Team lernt, die Annahmen zu identifizieren, an denen eine Lösung scheitern könnte, sie mit möglichst geringem Aufwand zu testen und ehrliche Schlüsse aus den Ergebnissen zu ziehen. Erfolg kann auch heißen, eine Idee früh zu begraben, um kein Geld zu verschwenden.

  • Ableitung kritischer Hypothesen zu Attraktivität, Wirtschaftlichkeit, Machbarkeit und strategischem Fit
  • Auswahl des richtigen Prototyps für das jeweils nötige Maß an Sicherheit
  • Design von Experimenten mit klaren Metriken und Erfolgskriterien
  • Rückkopplung der Ergebnisse in Strategie, Mandat und Produkt

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Alles zusammen: Eine Discovery führen

Echte Discoveries folgen keinem linearen Prozess. Manchmal zeigt das Research, dass das Mandat falsch war. Manchmal schickt dich ein Test direkt zurück in die Ideation. Dein Team lernt, in diesem scheinbaren Chaos den Überblick zu behalten: bewusst zu entscheiden, welcher Schritt als Nächstes kommt, Bereiche so oft wie nötig zu durchlaufen – oder sie gezielt zu überspringen – und zu erkennen, wann genug Evidenz für eine Entscheidung da ist. Inklusive der Frage, wie man Fortschritt für Stakeholder sichtbar macht und um die nächste kleine Investition bittet statt am Ende um ein großes Budget.

KI in der gesamten Discovery

KI ist kein separates Modul, sondern Teil jedes Bereichs. Wir zeigen, wie ihr aktuelle Tools für die Vorbereitung und Synthese von Research einsetzt, für das Entwickeln und Strukturieren von Ideen und für den Bau klickbarer Prototypen in Stunden statt Wochen. Und wir sind ehrlich, was die Grenzen angeht: KI kann Interviews zusammenfassen, aber nicht das Gespräch führen, das das Unerwartete zutage fördert. Sie erzeugt plausible Antworten – kennt aber weder deine Zielgruppen noch deine Strategie oder deinen Markt.

So läuft die Masterclass ab

Es gibt keine Standard-Discovery – und deshalb auch kein Standardtraining. Vor jeder Masterclass klären wir mit dir, was dein Team danach können soll, wo es heute steht und welche Herausforderung es gerade beschäftigt. Auf dieser Basis stellen wir die Inhalte zusammen.

  • Euer Produkt statt Lehrbuchfällen. Wir arbeiten mit euren echten Herausforderungen, euren Zielgruppen und euren Stakeholdern. Methoden bleiben erst dann wirklich hängen, wenn Teams sie auf ihren eigenen Kontext anwenden.
  • Hands-on statt Folien. Kurze Inputs, viel Praxis. Dein Team formuliert, interviewt, entwickelt Ideen, baut und testet – während des Trainings, nicht „später“.
  • Kein Dogma. Design Thinking, Lean Startup, Jobs-to-be-Done, OKRs – alle haben ihre Berechtigung, aber keines passt in jede Situation. Wir vermitteln eine flexible Toolbox, die sich über viele Jahre und viele Produkte in der Praxis bewährt hat, und zeigen, wann welches Tool passt – und wann nicht.
  • Schnelle Ergebnisse. Jedes Tool und jede Übung ist auf einen Zweck ausgerichtet: schnell zu einem Ergebnis zu kommen. In Tagen statt Wochen.
  • Bei euch, in eurer Sprache. Wir kommen zu euch ins Unternehmen – nach Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Köln, Wien, Zürich oder wo auch immer dein Team arbeitet – oder führen die Masterclass remote durch. Auf Deutsch oder Englisch

Das Ziel: Dein Team geht nicht mit Notizen raus, sondern mit echten Ergebnissen – zum Beispiel mit einer ersten Version des eigenen Mandats, ersten echten Erkenntnissen aus den Zielgruppen oder einem getesteten Prototyp. Und mit der Sicherheit, es danach selbst zu können.

Für wen

Product Discovery ist ein Teamsport. Die Masterclass richtet sich an alle, die entscheiden, was gebaut wird – und an alle, die mit dieser Entscheidung leben müssen:

  • Product Manager und Product Owner, die Discoveries mit mehr Struktur und Sicherheit führen wollen
  • Designer und Researcher, die ihre Arbeit enger mit Strategie und Business Impact verbinden wollen
  • Entwickler, die zur Discovery beitragen wollen, nicht nur zur Delivery
  • Heads of Product, CPOs und Product Leader, die Discovery als Fähigkeit in ihrer Organisation etablieren wollen
  • Ganze cross-funktionale Teams, die ein gemeinsames Vorgehen und eine gemeinsame Sprache entwickeln wollen

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wir passen das Niveau an dein Team an – von den ersten Schritten bis zu erfahrenen Teams, die ihre Praxis schärfen wollen.

Dein Trainer

Christian Becker entwickelt seit 2008 Produkte – von kleinen Features bis zu innovativen Geschäftsmodellen. Vor der Gründung von productable arbeitete er im Produktmanagement und in der Unternehmensstrategie bei Hella sowie im Marketing bei eBay Motors und wechselte dann zu mobile.de, wo er Leiter des Produktmanagements wurde und den UX-Bereich aufbaute.

Als Berater, Coach und Trainer hat er für Unternehmen wie eBay Classifieds, Charité, Bosch, kununu, XING, Zanox, Wer Liefert Was, Scout24, OBI, Meteo Group, DKB, mika:timing und Betterplace gearbeitet. Aktuell schreibt er als Co-Autor an einem Handbuch zur Product Discovery und hat auf Konferenzen wie der solutions 2023 zu Produktstrategie, dem Product Festival Zürich 2018, der mtpEngage Hamburg 2018 und Working Products #5 gesprochen.

Christian Becker auf LinkedIn

Deep Dives: Die vier Bereiche in der Tiefe

Aus der Masterclass abgeleitet, bieten wir für jeden der vier Bereiche ein vertiefendes Training an – für Teams, die sich auf ein Thema konzentrieren wollen. Gleicher Ansatz: inhouse, auf dein Team zugeschnitten, mit euren echten Herausforderungen.

Häufige Fragen

Masterclass oder Deep Dive – was ist das Richtige für uns?

Die Masterclass ist die richtige Wahl, wenn dein Team Product Discovery als Ganzes verstehen will – wie Strategie, Research, Ideation und Validierung zusammenspielen und wie man eine Discovery von Anfang bis Ende führt. Ein Deep Dive ist sinnvoll, wenn das Gesamtbild schon da ist und ein Bereich mehr Tiefe braucht – typischerweise der, in dem dein Team gerade hängen bleibt. Im Zweifel klären wir das gemeinsam in einem kurzen Vorgespräch.

Wo findet die Masterclass statt – und in welcher Sprache?

Dort, wo dein Team ist: vor Ort bei euch im Unternehmen – zum Beispiel in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Köln, Wien oder Zürich oder überall sonst in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Europa – oder remote. Die Masterclass und alle Deep Dives gibt es auf Deutsch und Englisch.

Können wir während des Trainings an unserem eigenen Produkt arbeiten?

Ja – und wir empfehlen es sogar. Wo immer möglich, nutzen wir eure echten Herausforderungen, eure Zielgruppen und eure Stakeholder statt Lehrbuchbeispielen. Einzige Voraussetzung: Die Herausforderung sollte echt sein, aber nicht so politisch aufgeladen, dass das Team sie nicht offen hinterfragen kann.

Welche Rolle spielt KI?

Als Teil jedes Bereichs, nicht als separates Thema. Dein Team lernt, wie es KI für die Vorbereitung und Synthese von Research, für die Ideation und für den Bau von Prototypen in wenigen Stunden nutzt. Genauso wichtig: wo KI nicht hilft. Sie kann Discovery erheblich beschleunigen, ersetzt aber nicht das Gespräch mit echten Zielgruppen – und nimmt dir die Entscheidung nicht ab. Welche Tools wir einsetzen, hängt davon ab, was in deinem Unternehmen erlaubt ist und genutzt wird.

Was ist der Unterschied zwischen Product Discovery und Design Thinking?

Design Thinking ist einer von vielen Ansätzen, die Teil einer Product Discovery sein können – mit starkem Fokus auf Nutzerbedürfnisse und Ideation. Product Discovery ist breiter: Sie beginnt bei Strategie und Mandat, betrachtet neben der Attraktivität auch Wirtschaftlichkeit, Machbarkeit und strategischen Fit und endet erst, wenn genug Evidenz für eine Entscheidung vorliegt. Wir vermitteln kein einzelnes Framework, sondern eine Toolbox – und die Urteilskraft, zu entscheiden, welches Tool zu welcher Situation passt.

Kontakt

Du willst, dass dein Team schneller und mit mehr Evidenz entscheidet, was sich zu bauen lohnt?

Photo von Pascal  auf flickr